Iontophorese

Die Iontophorese ist eine Sonderform der Elektrotherapie, bei der Arzneistoffe durch ein elektrisches Feld über die Haut in das Gewebe transportiert werden. Damit lassen sich direkt zugängliche Organe wie z. B. Haut oder darunterliegendes Gewebe, wie die Gelenkinnenhaut mit hohen Medikamentenkonzentrationen behandeln. Der verwendete Arzneistoff (meist eine Salbe) muss eine elektrische Ladung aufweisen, um mittels elektrischem Feld schneller die Haut durchqueren zu können, um dann in das Blut oder in das Gewebe zu gelangen.

Durch die Iontophorese kann erreicht werden, dass ein Vielfaches an entsprechenden Arzneistoffen in kürzerer Zeit ins Gewebe gelangen, als bei einer reinen äußerlichen Anwendung möglich wäre. So können z. B. Rheumasalben besser einziehen oder auch sogenannte Schweißhände unterstützend behandelt werden.

Anwendung findet die Iontophorese z. B. bei rheumatischen Erkrankungen, starker Schweißneigung, atrophen Hautnarben , Cellulite, postoperativen Schmerzen, etc.